Viele unserer Artikel kommen aus Asien – und von dort auf dem Seeweg, über Schienen und Straßen aber auch per Luftfracht in unser Lager.
Luftfracht gleich Klimakiller?
Dass Fliegen umweltschädlich ist, gehört aktuell zu den Top-Themen. Während teilweise schon auf Urlaubsflugreisen verzichtet wird, werden Waren weiter um die ganze Welt geflogen – muss das sein? Im Vergleich zu 2012 haben wir den Luftfrachtanteil bereits mehr als halbiert: Dieser liegt nur noch bei geringen 2–3 % der gesamten Warenbeschaffung. Dennoch wollen wir diesen Anteil nochmals drastisch reduzieren: Denn er trägt trotzdem zu rund 25 % des CO₂-Ausstoßes bei.
Warum Bikinis fliegen müssen
Der Vorteil des Flugzeugs: Es ist schnell und die Modewelt ist es auch. Wir alle haben uns an die Verfügbarkeit gewöhnt und wollen unsere Bestellung am liebsten schon gestern haben. Dennoch gibt es saisonale Artikel, für die wir auch weiterhin auf die Luftfracht setzen (müssen), damit wir schnellstmöglich auf aktuelle Trends reagieren können.
Ein Beispiel: Zum Beginn der Sommersaison füllen wir unser Lager mit den neuen Bikinis. Dann trudeln die ersten Bestellungen ein. Jetzt sehen wir, was die Verkaufsrenner sind und können die Ware nachbestellen, die besonders gefragt ist. So vermeiden wir eine Überproduktion von Artikeln und können zugleich besser und schneller auf unsere Kund*innen-Bedürfnisse reagieren. Wenn die nachbestellten Bikinis nämlich über den Seeweg kämen, dauerte das mindestens sechs Wochen – und dein Urlaub ist längst vorbei.
Zukünftig versuchen wir jedoch zeitkritische Sendungen, die zu uns aus asiatischen Ländern importiert wird, per Bahnfracht über die »Neue Seidenstraße« zu transportieren. Dies ist eine ausbaufähige Alternative zum Transport per Luftfracht.
Das Schiff – ökonomisch und ökologisch mit Luft nach oben
Die allermeisten Artikel transportieren wir per Schiff. Denn im Vergleich zu Luft- und Bahnfracht stösst es am wenigsten CO₂ pro transportiertem Artikel aus und ist somit nachhaltiger. Doch auch Schiffsdiesel emittiert natürlich CO₂ und stösst Luftschadstoffe wie Schwefel-, Stickstoffoxide und Russ aus. Für die Schifffahrt gibt es allerdings viele innovative Ideen, die besser sind für die Umwelt: unter anderem Bio-Brennstoffe, die aus Abfallverwertung gewonnen werden. Diese Alternativen schauen wir uns gerade genau an und prüfen, ob wir sie für uns nutzen können.