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Wecker: Eine kleine Uhr mit tönendem Effekt und Retro-Charme

Geht Ihnen Ihr Wecker manchmal auch buchstäblich auf denselben? Die klingelnden Uhren gehören zu den weniger beliebten, aber unverzichtbaren Helfern im Haushalt, reissen sie einen doch erbarmungslos aus den Träumen und erinnern an die Alltagspflichten. Aber Wecker sind keine tickenden Tyrannen: Mit vielen Funktionen erleichtern Sie das Leben. Lernen Sie die missverstandenen Uhren näher kennen.

Eine kleine Geschichte des Wachwerdens: Seit wann gibt es Wecker?

Früher war es einfach: Bevor Uhren erfunden wurden, lebten die Menschen im Einklang mit der Natur und richteten sich in ihrem Tag-Nacht-Rhythmus nach Gegebenheiten wie dem Sonnenaufgang oder dem krähenden Hahn. Im urbanen Raum übernahmen Nachtwächter als lebendige Zeitansagen den Weckdienst. Zwar waren Uhren in verschiedenen Formen bereits seit der Antike bekannt, die zunächst indirekte Verbindung zwischen einem Uhrwerk und einem Wecksignal entstand allerdings erst im 15. Jahrhundert:Wanduhren, die Turmwächtern das Zeichen gaben, die Turmglocken zu schlagen. Nachdem in der Renaissance Uhrwerke mit Unruh und Federwerk erfunden wurden, kamen erste Weckermodelle auf. Zunächst konnten sich zwar nur die Reichen leisten, von so einem Luxusgegenstand geweckt zu werden, und die frühen Wecker waren auch nur bedingt reisetauglich. Doch mit ihrer Weiterentwicklung wurden die Weckuhren immer kompakter und genauer. Mit Beginn der Industrialisierung Mitte des 19. Jahrhunderts, als Fabrikarbeiter pünktlich zur Schicht-Arbeit erscheinen mussten, war der Wecker im modernen Sinn geboren; zunächst mit einer aufgesetzten Glocke als Klangkörper.

Mit Glocke, Licht und Projektion: Welche Arten von Weckern gibt es?

Das Aussehen von Weckern hat sich seither stark gewandelt und zu verschiedenen Typen von Weckern geführt.

  • Retro-Wecker sind, was man sich heute unter einem altmodischen Wecker vorstellt. Sie werden dieses Modell vor Augen haben: eine runde Dosenform auf Füsschen mit einer oder zwei Glocken als „Hut“ oder „Ohren“. Etwas modernere Wecker kamen ohne Glocke aus; der metallene Korpus übernahm die Funktion des Resonanzkörpers.
  • Reisewecker: Reisewecker sind deutlich kleiner als ein Wecker für den Hausgebrauch und befinden sich oft in Etuis, die einen geschützten Transport ermöglichen.
  • Digital-Wecker: Die mechanische Uhr mit Zifferblatt bekam in den 1970er-Jahren Konkurrenz durch elektronische Uhren mit Digitalanzeige. Auch Wecker waren sehr bald mit Zahlen statt Zeigern im Handel erhältlich. Das Erfassen der digitalen Anzeige mit einem Blick erleichterte noch einmal den Umgang mit dem Wecker. Der Vorteil: Beleuchtete Ziffern sind auch im Dunklen ablesbar.
  • Wecker mit Projektion: Die Zeitanzeige kann auch auf andere Weise sichtbar gemacht werden. Projektionswecker werfen die Uhrzeit mittels einer optischen Vorrichtung auf Wunsch auch an die Decke oder Wand.
  • Radiowecker: Die Idee, ein Radio als Wecksignal zu benutzen, das über ein Uhrwerk eingeschaltet wird, geht auf die 1930er-Jahre zurück; in Serie gingen Radiowecker in den Fünfzigern. Radiowecker sind heute oft mit einer Digitaluhr undMP3- oderStereoanlagen-Funktionen gekoppelt: Lassen Sie sich mit Ihrer Lieblingsmusik oder den aktuellen Nachrichten wecken, ganz nach Wunsch.
  • Wecker mit Licht: Lichtwecker kommen ohne durchdringendes Wecksignal aus: Stufenweise wird die Helligkeit im Raum erhöht, entweder durch eine eigene Leuchtfunktion oder Kopplung der normalen Beleuchtung mit einem Dimmer. Die Idee dahinter: Der Körper produziert bei ansteigender Helligkeit Serotonin, was wiederum zum natürlichen Aufwachen des Schlafenden führen soll.
  • Funkwecker: Mittels eines Funkmoduls lassen sich hier Datum und Uhrzeit automatisch mit einem entsprechenden Signal einer offiziellen Institution abgleichen.
  • Wecker für Kinder: Auch der Nachwuchs bleibt von Stundenplänen nicht verschont. Wenn Kindergarten oder Schule rufen, kann ein Wecker die kleinen Schlafmäuse sanft wecken. Im Kinderzimmer darf es dabei natürlich lustig zugehen: Kindgerechte Designs und witzige Wecktöne machen das Aufstehen halb so schlimm.

Vom richtigen Standpunkt: Wie sollte ich meinen Wecker aufstellen?

Im Normalfall stellen Sie den Wecker natürlich in Griffweite neben dem Bett auf, um ihn im Liegen bedienen zu können. Je nachdem, für was für einen Wecker Sie sich entschieden haben, können dabei aber Faktoren auftreten, die den Schlaf stören können. So ist ein lauter Wecker in der unmittelbaren Nähe des Ohrs nicht zu empfehlen. Damit ist noch nicht einmal das Wecksignal gemeint: Mit beharrlichem Ticken als Hintergrundgeräusch finden Sie schwer in den Schlaf. Bei einem Wecker mit Digitalanzeige kann das Leuchten der Ziffern störend wirken. In der Regel lässt sich die Leuchtkraft zwar herunterregeln, manchmal hilft aber nur, das Gerät ausser Sicht zu drehen – damit sehen Sie allerdings auch die Uhrzeit nicht mehr. Hier kann ein Wecker mit Projektion oder mit Leuchtzeigern eine gute Lösung sein.

Schlafen, schlummern, Wecken nach Termin: Welche Funktionen bringen Wecker mit?

Früher haben Wecker geklingelt, wenn es Zeit zum Aufstehen war – das war’s. Heute weisen Wecker eine Reihe weiterer Features auf, mit denen sich die Funktion des Weckers erweitern lässt.

  • Schlummertaste: Die Schlummertaste („Snooze“) gehört zu den wichtigsten Funktionen des Weckers. Sie verführt aber auch dazu, den Wecker in seiner Funktion zu sabotieren: Durch das Drücken der meist prominent angebrachten Taste unterbrechen Sie das Wecksignal. Allerdings nicht für lange: Nach wenigen Minuten startet der Wecker einen neuen Versuch, Sie aus den Federn zu holen. Ihr „Nur-noch-fünf-Minuten“-Vorsatz kann sich so eine Weile dahinziehen.
  • Sleep-Funktion: Die Sleep-Taste ist gewissermassen das Gegenstück zum Snooze-Button und findet sich an Radiowecker oder Kombigeräten mit Musik-Funktion. Mit der Sleep-Taste können Sie einstellen, wann das Radio sich ausschalten soll. Wenn Sie es lieben, bei entspannender Musik einzuschlafen oder Hörbücher als Gute-Nacht-Geschichte nutzen, ist „Sleep“ eine sehr komfortable Zusatzfunktion.
  • Leuchtzeiger: Bei einem Wecker mit Ziffernblatt sind phosphoreszierende oder beleuchtete Zeiger praktisch, um die Uhrzeit auch im Dunklen zu erkennen.
  • Mehrere Weckzeiten: Heute ist es für einen Wecker kein Problem mehr, sich mehrere Weckzeiten zu „merken“. Je nach Ausführung des Modells kann beispielsweise für das Wochenende eine andere Weckzeit eingestellt werden als für Werktage, die Weckfunktion kann an ausgewählten Tagen deaktiviert oder auf verschiedene Uhrzeiten eingestellt werden. Sie haben einen unregelmässigen Arbeitsrhythmus? Es lohnt sich, beim Wecker kaufen darauf zu achten, wie differenziert das Gerät wecken kann.
  • Verschiedene Wecktöne: Viele Radio-Wecker lassen Ihnen die Wahl zwischen einem energischen Signal, Radio oder Musik. Einige Wecker können die Lautstärke des Wecktons zusätzlich ansteigen lassen („Crescendo-Modus“).
  • Datumsanzeige: Eine weitere praktische Zusatzfunktion ist gegeben, wenn Sie neben der Uhrzeit auch Datum und Wochentag vom Wecker ablesen können.

Tipps für Langschläfer: Den Wecker trickreich nutzen

Sie gehören zur Langschläfer-Fraktion und haben trotz Wecker Schwierigkeiten, morgens aus dem Bett zu kommen? Machen Sie den Wecker vom Mahner zum Helfer und versuchen Sie folgende Tricks:

  • Die Lärm-Methode: Stellen Sie den Weckton sehr laut ein und platzieren Sie den Wecker so, dass Sie ihn vomBettaus nicht erreichen können. Um den Wecker auszuschalten, müssen Sie möglichst schnell das Bett verlassen. Wenn Sie dann sowieso schon stehen, können Sie auch gleich Kaffee kochen.
  • Die innere Uhr austricksen: Dazu benötigen Sie einen Wecker mit zwei Weckzeiten. Stellen Sie die erste Weckzeit etwa eine halbe Stunde vor den eigentlichen Zeitpunkt und wählen Sie einen „sanften“ Weckton, zum Beispiel Musik. Den eigentlichen Weckzeitpunkt versehen Sie mit einem Signalton. So wachen Sie sanft auf und können noch eine Weile dösen, werden aber nicht mehr einschlafen, während Sie auf den zweiten Weckton „warten“. Wenn Sie das eine Weile so beibehalten, werden Sie schliesslich ganz automatisch etwa zur ersten Weckzeit aufwachen und haben einen Puffer bis zum finalen Aufstehen.
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