Ansicht wechseln
Ansicht
Artikel pro Seite
Sortieren
Sortieren nach
Sortieren

Schweizer Tradition für den eigenen Esstisch: das Raclette

Raclette und Fondue sind die beiden grossen Schweizer Traditionen, die sich die ganze Welt abgeschaut hat. Was gibt es Schöneres als die gemeinsame Zubereitung von Speisen in geselliger Runde beim abendlichen Raclette?


Das Raclette gilt neben dem Käsefondue als Schweizer Nationalgericht und wird heute von Menschen in aller Welt geliebt. Ihren Ursprung haben beide Gerichte in der rauen Bergwelt der Schweizer Alpen. Käse war die einzige Möglichkeit, Milch über die Wintermonate haltbar zu machen. Gemeinsam mit Brot war er das wichtigste Lebensmittel der Hirten in den Bergen. Schon 1291 wurde das Raclette erstmals in einer Handschrift als Bratchäs (Bratkäse) erwähnt. Die heute verbreitete Bezeichnung leitet sich vom französischen Wort „racler“ für kratzen ab – jener unvergleichliche Vorgang, wenn Sie Ihren fertig geschmolzenen Käse samt Zutaten aus dem Pfännchen „kratzen“ und endlich verzehren dürfen.

Das moderne Raclette für den heimischen EsstischRaclette-Grill für 6 Personen

Im privaten Bereich haben sich handliche Racletteöfen für den Tisch durchgesetzt. In den Öfen ist eine Heizspirale integriert, die die Pfännchen erhitzt. Typischerweise ist der Ofen mit einer zusätzlichen Grillplatte aus Aluminium oder Stein abgedeckt, auf der Sie weitere Zutaten schonend garen. Die Temperatur der Heizspirale und der Grillplatte sollte individuell angepasst werden können. Schmilzt der Käse zu schnell, kommen Ihre Gäste mit dem Essen nicht mehr nach und der Abend wird ungemütlich. Schmilzt er jedoch zu langsam, stellt sich Langeweile in der hungrigen Tischrunde ein. Mit dem Temperaturregler stimmen Sie die Garzeit optimal auf Ihre Gäste ab.

Eine stimmungsvolle Alternative zur Heizspirale sind Rechaudkerzen (Teelichter). Diese sind vor allem für ein kleines Raclette mit zwei oder vier Pfännchen gut geeignet. Das Kerzenlicht verbreitet einen gemütlichen warmen Schein am Esstisch. Ein weiterer Vorteil: Diese Variante ermöglicht Ihnen ein Raclette auch dort, wo keine Stromversorgung vorhanden ist, zum Beispiel in der Schutzhütte in den Alpen oder beim Camping am Seeufer. Möchten Sie die Temperatur senken, blasen Sie einfach eine der Kerzen aus.

Möchten Sie nicht zu viele Geräte im Haushalt haben, können Sie ein Kombigerät in Erwägung ziehen: So gibt es spezielle Pizzaöfen, die Sie zum Pizzabacken verwenden, in die Sie aber auch die Pfännchen für das Raclette hineinschieben können. Die Oberfläche dient dazu als Tischgrill und Crêpepfanne.

Worauf sollten Sie beim Kauf eines Raclettes achten?

Überlegen Sie zunächst, welche Grösse Ihr Raclette haben soll. Laden Sie häufig Freunde ein, mit denen Sie es sich im Esszimmer oder auf dem Balkon gemütlich machen, darf es ruhig ein grosser Grill mit acht Pfännchen sein. Wenn Sie in erster Linie zu zweit sind und höchstens mal zwei weitere Gäste begrüssen, wählen Sie ein Raclette mit vier oder sechs Pfännchen. Ganz wichtig bei den Pfännchen: Genau wie reguläre Pfannen sollten diese antihaftbeschichtet sein. So gleiten die fertigen Speisen mühelos auf den Teller und Sie müssen nicht stundenlang kratzen.

Bei der Grillplatte haben Sie die Wahl zwischen der wellenförmigen Aluminiumplatte, wie sie beim Tischgrill üblich ist, und einem glatten heissen Naturstein. Letzterer speichert die Wärme exzellent und gart Ihre Speisen besonders zart. Allerdings ist er auch schwerer und teurer. Können Sie sich so gar nicht entscheiden? Kaufen Sie ein Raclette mit zwei Hälften: einer aus Aluminium und einer aus Stein. Immer häufiger erhalten Sie heute auch glatte Aluminiumflächen (à la Plancha), auf denen Sie Gemüse und dünnes Fleisch zubereiten und auf denen Sie zum Desserts Crêpes backen können.

Schenken Sie zuletzt der Leistung Ihre Aufmerksamkeit: Ein Raclette mit Heizspirale sollte schon mindestens 1.200 Watt mitbringen. Nur so erzeugt es genug Hitze, um beispielsweise Fleisch gründlich zu garen.

Kompaktes Raclette für bis zu 4 PersonenWelches Zubehör benötigen Sie zum Raclette?

Im Lieferumfang sind Schaber für die Pfännchen generell enthalten. Es kann jedoch sinnvoll sein, einige Schaber zusätzlich zu Hause zu haben, falls einer bricht oder verloren geht oder einfach, wenn sich noch zusätzliche Personen an den Tisch setzen.

Ihren Raclettekäse können Sie natürlich geschnitten im Geschäft kaufen. Wenn Sie jedoch häufiger zum Raclette einladen, gönnen Sie sich ein eigenes Schneidegerät. Dies kann ein kleiner Käseschneider sein, mit dem Sie manuell Scheiben vom Laib schneiden, oder ein professioneller Käsehalter für halbe oder geviertelte Käselaibe.

Denken Sie zum Schluss noch an all die anderen Leckereien, die neben dem Käse zum Raclette gehören: Stellen Sie kleine Gabeln für Pellkartoffeln und Gemüsestücke bereit und servieren Sie die Zutaten in hübschen Körben und Schalen. Die Käsestreifen präsentieren Sie besonders appetitlich auf einer Schieferplatte oder auf Porzellan.

So gelingt Ihr Raclette-Abend

Ein schön gedeckter Tisch ist die halbe Miete für einen Abend in geselliger Runde. Verwenden Sie gerne eine herrlich rustikale alpine Tischdecke mit rot-weissem Karomuster. Den Grill selbst stellen Sie am besten auf eine feuerfeste Holzplatte. Achten Sie darauf, dass Ihre Gäste die heissen Raclette-Pfännchen ablegen können. Hier helfen feuerfeste Getränkeuntersetzter, kleine Schieferplättchen oder einfach dicke Stoffservietten.

Verwenden Sie nur echten Raclette-Käse, der schnell und köstlich schmilzt, wie den traditionsreichen Raclette du Valais AOC. Als klassische Beilagen dürfen Geschwellti (Pellkartoffeln) und Brot nicht fehlen. Alle weiteren Zutaten machen Sie von den Vorlieben Ihrer Gäste abhängig: Gemüse, Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte, saure Gurken, Zwiebeln – erlaubt ist, was der geselligen Runde schmeckt! Traditionell wird zum Raclette ein Weisswein zur Abrundung serviert. En Guete!

Trends, Neuigkeiten & 20 CHF Gutschein sichern